Stress abbauen

Stress abbauen

Stress abbauen - hilft auch deiner Haut

Wahrscheinlich hat jeder schon mal gesagt: Ich bin total gestresst. Aber genauso wahrscheinlich meinen damit noch nicht mal drei Leute das gleiche. Stress kann sehr unterschiedliche Erscheinungsformen und Ursachen haben und jeder Mensch reagiert ganz individuell auf belastende Situationen. Was dem einen schon zu viel ist, steckt der andere locker weg. Bei allen Menschen bleibt aber eines gleich: Jeder hat diese eine rote Linie und wenn die überschritten wird, dann schüttet der Körper einen Drogencocktail aus Stresshormonen aus. Denn für unser Gehirn gilt: Stress = Gefahr = Aufpassen!  
Passiert das nur kurz, ist das nicht schlimm. Die Natur hat das praktischerweise so eingerichtet, damit wir im Falle einer Gefahr Energiereserven und Kraft freisetzen, um kämpfen oder flüchten zu können. Damals gab es aber noch Säbelzahntiger und die saßen ja nicht gleich hinter jedem Baum. Der Mensch konnte sich also zwischendurch immer mal wieder beruhigen und den Tag genießen. 

Heute ist das etwas anders. In unserer schnellen Welt lauern vermeintliche Gefahren an jeder Ecke. Dazu kommen eine Menge diffuser Bedrohungen, die uns eigentlich nicht betreffen. Aber wenn die Medien von einer Explosion in Hintertupfistan berichten, dann fühlt sich das für unser Gehirn ganz nah an - und auch das kann schon Stress erzeugen.  

 

3x3 Tipps, um Stress abzubauen  

Diese schnellen Tipps helfen kurzfristig in jeder Situation und sind für dich womöglich schon ausreichend. Wer langfristig mehr innere Ruhe und Gelassenheit finden möchte, kann sich näher mit den weiter untenstehenden Tipps befassen.  

 

  1. Tief atmen und summen 

    Wenn wir in Stresszustände geraten, wird unser Atem deutlich flacher, was die Ausschüttung von Stresshormonen ankurbelt und die Übersäuerung des Körpers fördert. Um dem Körper zu signalisieren, dass "alles gut" ist, reicht es häufig tief durchzuatmen. Mach das am besten gleich ein paar Mal hintereinander: Zähle bis vier mit einem tiefen Atemzug, halte den Atem kurz an, dann atme langsam aus, während du bis 8 zählst. Der Atem-Rhythmus ist also 4 - 2 - 8. Beim Ausatmen kannst du gerne einen leisen Summton erzeugen, die sanfte Vibration wirkt beruhigend. Überhaupt ist Summen eine sehr gute Methode zur Beruhigung bei Unruhe und Angstgefühlen. Und es hellt deine Stimmung auf, wenn du noch dazu deinen Lieblingssong summst.  
     
    2. Konzentriere dich aufs Hände waschen  
     

Fokus auf eine einfache Handlung zu legen, leitet dein Gehirn sanft aus dem Stressmodus in ruhiges Fahrwasser. Dafür hat sich ausgiebiges Händewaschen als besonders geeignet gezeigt. Wichtig ist, dass du dich vollständig auf das fließende Wasser konzentrierst, es auch ruhig mal langsam über die Unterarme laufen lässt, über die Hände, die Hände sanft übereinanderstreichst, dem Klang des Wassers lauschst ... du kriegst den Punkt?  Ruhig fließendes Wasser wirkt sehr entspannend auf unseren aufgewühlten Geist. Die sanften Berührungen simulieren Sicherheit. Kaltes Wasser auf den Unterarmen reguliert zudem die Körpertemperatur und kühlt so "erhitzte Gemüter". Lass am besten die Seife weg, um deine Haut zu schonen, wenn du öfter zu dieser Stressabbau-Methode greifst. 
 
3. Wenn du fliehen oder kämpfen willst, dann tue es  
 

In manchen Stresssituationen können einige einfach nicht stille Dinge tun. Die Stresshormone treiben den Körper in den Flucht- oder in den Kampfmodus. Solchen Menschen Entspannungsübungen vorzuschlagen wird nicht auf Begeisterung treffen :) Hier hilft nur: Tue es! Aber hübsch kontrolliert. Wichtig ist eine Form der intensiven Bewegung, die das Adrenalin in deinem Körper schnell abbaut. Hierfür kannst du z.B. den Hampelmann turnen, sehr schnell auf der Stelle trippeln, die Treppe ein paar Mal rauf- und runterrennen (aufpassen!). Wichtig ist, dass dein Puls schnell und hoch geht, damit die Stresshormone genau für das verbraucht werden, wofür sie produziert wurden: um dich schnell und stark zu machen. Danach nutze gerne die vorherigen Tipps, um wieder ganz zur Ruhe zu kommen.  

 

 

Langfristig zu mehr Leichtigkeit im Leben

Wenn dein Leben dich permanent im Stress hält, solltest du darüber nachdenken, deinen Alltag ein wenig umzustellen, schlechte Gewohnheiten abzulegen und dir gute anzugewöhnen, die dich stärken. 

 

  1. Trinke genügend Wasser 

    Der Körper eines 70 Kilogramm schweren Menschen besteht aus etwas mehr als 42 Litern Wasser, kannst du dir das vorstellen? Wenn du stets für ausreichend Wasser im Körper sorgst, ist das schon die halbe Miete für Glücksseligkeit :) Außer Wasser ist nur Kräutertee (ungezuckert) zu empfehlen, z.B. mit Melisse, Hopfen oder Baldrian. Die täglich notwendige Trinkmenge liegt bei mindestens 0,3 ml/kg Körpergewicht.  
     
    2. Achte auf deine Ernährung  
     

Verschiedene Nahrungsmittel bewirken im Körper Unruhezustände, die sich zum einen schon wie Stress anfühlen können, zum anderen auch unsere Belastungsgrenze runtersetzen können:  

 

  • alle koffein- und teeinhaltigen Produkte 
  • Zucker und künstliche Süßungsmittel  
  • Alkohol  

 
Einige Lebensmittel können unsere Nerven und unsere Belastbarkeit stärken, allen voran: 

 

  • Nüsse  
  • Haferflocken  
  • Bananen  
     

Haferflocken, mit komplexen Kohlehydraten und dem Nerven-Vitamin B1, bereiten uns schon beim Frühstück auf den Tag vor. Auch als Snack in Form von Energieriegeln oder -kugeln (zuckerfrei) hervorragend geeignet. Nüsse aller Art (die Erdnuss ist übrigens keine Nuss :)) sind DAS Anti-Stressmittel schlechthin. Sie enthalten sehr viele B-Vitamine und viele Mineralstoffe, die die Reizweiterleitung in unseren Nerven hemmen und so Stress vorbeugen. Stellt euch also ein Schälchen Paranüsse, Walnüsse, Mandeln, Pekannüsse und Co. in greifbare Nähe. Die Banane, kann durch die Aminosäure Trypthophan zu den Glücklichmacher gezählt werden. Außerdem enthält sie Vitamin B6 und Mineralstoffe, die den Stresspegel niedrig halten können sowie Magnesium, das ebenso ein stabiles Nervenkostüm unterstützt. 
Also was gibt es jetzt häufiger bei euch? Haferflocken mit Nüssen und Banane 😀  
 
3. Finde deinen inneren Frieden  
 
Der eine muss sich komplett zurückziehen, der andere muss sich auspowern. Das Ergebnis sollte ein Gefühl von Gelassenheit und innerer Ruhe sein. 

 

  • Meditation, Qigong, TaiChi - Konzentration und Achtsamkeit zentriert und macht den Kopf frei  
  • Yoga, Ayurveda, TCM - die Kraft von Körper und Geist auf natürliche Weise erhalten  
  • Kraft- und/oder Kardiotraining - körperliche Kraft und Erfolgserlebnisse stabilisieren die Psyche  
  • Schwimmen, Tanzen, Joggen - schütten Glückshormone aus  

 

Natürlich gibt es noch weitere Möglichkeiten und sicher ist für jeden Geschmack und jedes Temperament was dabei. Wichtig ist, dass du dir Auszeiten fest einplanst, damit du nicht doch von einer Aufgabe zur anderen hetzt.   
So, jetzt hast du ein paar Werkzeuge zu Verfügung, um deinen persönlichen Stress zu reduzieren. Wenn dich etwas besonders ansprichst, findest du im Internet natürlich viele weitere Informationen dazu.   
Ich wünsche dir von Herzen Gelassenheit und inneren Frieden.  
 
 
Schau dir zum Thema auch gerne folgende Artikel hier in meinem Blog an:  
Stress als Pickelverursacher
Fit und Vital durch nichts als Wasser
Wie wirkt der Säure-Basen-Haushalt auf deine Haut 
 
 
 
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Autorin: Anika Heinen, Kosmetikerin mit Spezialisierung auf Hautprobleme und Gründerin von Pure Skin Concept